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Zum Tod von Hans Robert Thomas, Förderer der Jugendkunstschule


Die Jugendkunstschule trauert um Hans Robert Thomas


Hans Robert Thomas liebte die Kunst. Zu seiner Kunstsammlung gehören wertvolle und herausragende Orginale und Grafiken aus der Kunst des 20. Jahrhunderts. Es war für ihn jedoch nie der finanzielle Wert einer Sammlung, der zählte und im Mittelpunkt stand. Am liebsten mochte er es, wenn man die Kunstwerke betrachtete und gemeinsam über sie sprach, sich berühren ließ von der Vielfalt, der Individualität und der Schönheit einer Linie, einer Form, einer Farbigkeit oder eines besonderen Ausdrucks. Dass junge Menschen mit Kunst in Berührung kommen, sich von ihr anregen und begeistern lassen, war ihm ein besonderes Anliegen. Auch der unmittelbare praktische Impuls, der von Kunstwerken ausgeht und Kinder zu einer eigenen Wahrnehmung und zur kreativen Tätigkeit anregt, war ihm besonders wichtig. Kunst gehörte für ihn zum Mensch-Sein und die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen war ihm eine Herzensangelegenheit. So gehörte Hans Robert Thomas von Anfang an zu den Förderen der Jugendkunstschule. Seine Unterstützung ermöglichte die Kinderkulturarbeit im Kunstbau genauso wie in der Kulturwerkstatt Kalmreuth und im Internationalen Keramik-Museum.

Besonders am Herzen lag ihm das Projekt "Kinder im Museum". Die im Internationalen Keramik-Museum aus der Berührung mit 7000 Jahren  Kulturgeschichte entstandenen Werke der Kinder begleitete er mit Interesse und Aufmerksamkeit. Bei jeder persönlichen Begegnung erkundigte er sich nach den Workshops und Veranstaltungen für Kinder und sprach seine Wertschätzung für die im Museum stattfindende Bildungsarbeit aus. Oft war er Gast bei Ausstellungen von Kinderwerken oder Abschlusspräsentationen von Ferienkursen. Ohne seine regelmäßige Unterstützung hätte das Projekt "Kinder führen Kinder" nicht mit solcher Kontinuität stattfinden können und auch die Ausbildung der Kinderführer, die mittlerweile bereits seit fast 20 Jahren angeboten werden kann, hätten wir ohne seinen dauerhaften Beitrag nicht leisten können.

Hans Robert Thomas war ein Kunstmäzen, der seine Unterstützung aus einer inneren Überzeugung heraus schenkte und dem eine öffentliche Ehrung seines Engagements nie wichtig war. Mit seinem Tod verlieren wir einen langjährigen Förderer und leidenschaftlichen Fürsprecher der künstlerischen Jugendbildung. Wir sind dankbar für die Zeit und die Momente, die wir mit ihm als Kulturpaten, als Kunstförderer und als kunstliebenden Menschen verbringen durften und sprechen,  stellvertretend für alle Kinder, Jugendlichen, Familien  und Erwachsenen, die an der Jugendkunstschularbeit beteiligt sind , der Familie Thomas unser Beileid aus.

Irene Fritz
Leiterin der Jugendkunstschule Kulturwerkstatt Kalmreuth/Kunstbau Weiden Projekt Kinder im Museum im Internationalen Keramik-Museum Weiden

Werner Fritz
Bereich Kunst und Handwerk, Kulturwerkstatt Kalmreuth

 

 



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